Behandlung

Viele Patienten haben nur eine vage Vorstellung vom Ablauf einer chiropraktischen Behandlung. Daher soll hier ein Überblick über die Arbeitsweise von Chiropraktoren gegeben werden.

Anamnese

Sie besprechen mit dem Chiropraktor zunächst Ihr Anliegen. Im Gespräch erfolgt die Anamnese, die Aufnahme Ihrer individuellen Krankengeschichte. Der Chiropraktor fragt Sie nach früheren Erkrankungen, Operationen und Unfällen. Falls Ihnen Röntgenbilder, Computertomographieaufnahmen (CT), Kernspintomographieaufnahmen (MRT) oder ärztliche Befundberichte vorliegen, sollten sie diese zum ersten Besuch mitbringen, damit auch diese bei der Beurteilung ihrer Symptome und ihrer Situation angemessen berücksichtigt werden können.

Untersuchung

Auf Basis der Anamnese erfolgt eine nähere Untersuchung der von Ihnen geschilderten Problematik anhand von neurologischen, orthopädischen und chiropraktischen Tests, die der Chiropraktor mit Ihnen durchführt.
Vor Beginn der eigentlichen Behandlung werden die Resultate der Untersuchung mit dem Patienten besprochen. Es wird erklärt, welche Ursachen den jeweiligen Beschwerden zugrunde liegen und wie diese chiropraktisch behandelt werden können.

Justieren

Nachdem der Chiropraktor Ihnen mögliche Reaktionen erklärt hat und Sie über das statistische Risiko aufgeklärt hat, werden Sie mit Ihrem Einverständnis behandelt. Die Behandlung besteht im Justieren der Gelenke und des Gewebes. Dadurch kann die Statik Ihres Körpers stabilisiert, die Selbstheilungskräfte aktiviert und der kompensatorische Mechanismus verbessert werden.

Wir möchten darauf hinweisen, dass die evidenzbasierte Medizin unter dem Begriff des
Justierens durchaus etwas Anderes versteht, aber die WHO hat diesen Begriff, ebenso wie den in anderem Zusammenhang häufig gebrauchten Begriff der Subluxation als Fachbegriffe im Verständnis der Chiropraktik anerkannt.

Im Mittelpunkt der chiropraktischen Arbeit steht die gezielte manuelle Mobilisierung blockierter Gelenke, also von Gelenken, die eine Bewegungs- bzw. Funktionseinschränkung aufweisen. Dabei wird das betroffene Gelenk innerhalb seiner anatomischen Grenzen mit einem präzise ausgeführten Impuls bewegt (die Justierung).
Bei Bedarf werden auch beteiligte Weichteile (Bänder, Sehnen, Muskeln, Faszien) in die Behandlung mit einbezogen.
Im Allgemeinen schmerzen chiropraktische Behandlungen nicht. Bei bestimmten neuro-muskulären Techniken können allerdings Muskelkater und Müdigkeit auftreten, die meist nur ein bis zwei Tage anhalten. In der Chiropraktik wird der Körper grundsätzlich als sinnvoll organisierte Gesamtheit verstanden, in der es keine funktionellen Grenzen zwischen den unterschiedlichen Körperteilen gibt. Es geht nicht allein um die Bekämpfung von Schmerzen. Vornehmlich sollen die zugrunde liegenden Ursachen gefunden und, wenn sie in das Kompetenzgebiet des Chiropraktors fallen, beseitigt werden. Andernfalls
erfolgt die Empfehlung eines geeigneten anderen Spezialisten.

Jede chiropraktische Behandlung ist eine nach der Lehre der modernen akademischen
Chiropraktik hochwertige, oft wirksame, ganzheitlich wirksame und nachhaltige Einflussnahme auf die Integrität des Skelett-Muskel-Nervensystems.

Die Chiropraktik ist eine Methode, die auch von Ärzten, dort eher manuelle Medizin genannt,
ausgeübt wird. Sie wird, je nach Ausbildungsverfahren, von der evidenzbasierten Medizin,
landläufig Schulmedizin genannt, wenig bis gar nicht anerkannt, zumal auch die Studienlage
zur Beweisführung der Wirkung relativ unzureichend ist und bestimmte Richtungen nicht den
schulmedizinischen Vorstellungen von den Krankheitsbildern entsprechen. Man kann die
Chiropraktik heute auch an Universitäten, vor allem im angelsächsischen Raum, mit
anerkannten akademischen Abschlüssen studieren. Die Absolventen nennen sich dann oft
Chiropraktoren. Fragen Sie uns gerne.

Maßnahmen

Sie können die Wirkung der Behandlung durch eigene Aktivitäten unterstützen, indem Sie im Anschluss an die Behandlung einen mindestens viertelstündigen Spaziergang unternehmen. Trinken Sie täglich zwei Liter Wasser und bewegen Sie sich regelmäßig. Auch Massagen und ein individuelles Training verbessern oftmals die nachhaltige Wirkung und nicht zuletzt Ihr Wohlbefinden insgesamt.

Behandlungsdauer

Die Dauer und Anzahl der chiropraktischen Behandlungen richtet sich nach Ihrem individuellen Befund. Basierend auf unseren Erfragungen in dieser Praxis benötigen Kinder meist drei bis vier Behandlungen und Erwachsene zwischen sechs und zwölf. Der Verlauf erfolgt meist in drei Heilungsphasen. Die erste Phase umfasst sechs bis acht Wochen, die zweite Phase drei Monate und für die dritte Phase sollten bis zu 18 Monaten veranschlagt werden.

Josef Heinemeier bei der Beurteilung eines Röntgenbildes
Timo Schmidt bei der Erklärung der Untersuchungsergebnisse und des Behandlungsplans

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