Sacro-Occipital Technique

Sacro-Occipital Technique Keile

Die Entstehung

Die Sacro-Occipital Technique (SOT) wurde von Major Bertrand DeJarnette (Der Major – dies war wirklich sein Vorname und kein militärischer Rang) entworfen. Nach einem Unfall in seinem Beruf als Ingenieur bei Ford, studierte er in den 1920er Jahren um sowohl Chiropraktor als auch Osteopath zu werden. Der Major wollte mehr als simple Wirbeljustierungen anwenden und entwickelte Wege, die Schädelknochen, das Becken, die Arme und Beine, sowie die Organe zu justieren. Seine Forschung führte zu der Entdeckung von Blockademustern im gesamten Körper, nicht nur an einzelnen Stellen. Den größten Zusammenhang sah er im Zusammenspiel des Kreuzbein (englisch: sacrum) und des Hinterhauptsbeins (englisch: occiput), daher nannte er seine Technik „Sacro-Occipital Technique“. Wörtlich übersetzt also die „das Kreuzbein und Hinterhauptsbein betreffende Technik“.

Eine Besonderheit der Sacro-Occipital Technique ist die Benutzung von Indikatoren. So kann eine Muskelspannung am Knie auf ein schiefes Becken hindeuten welches justiert werden muss; Spannungen im Bindegewebe im Bereich des Hinterkopfes zeigen an, welche Wirbel der Wirbelsäule justiert werden müssen. Diese Indikatoren helfen bei der nächsten Behandlung auch dabei zu überprüfen, ob die Korrekturen vollständig oder nur teilweise erfolgreich waren.
Die Indikatoren bestimmen als Zeichen des Körpers bei jeder Behandlung, welche Gelenke oder Weichteile justiert werden. Man muss bei der Sacro-Occipital Technique mit einer guten Basis von Fachwissen anfangen zu lernen um sie effizient anwenden zu können, aber dann erlaubt sie sehr präzise und effektive Justierungen.

Was bedeutet SOT?

Die Sacro-Occipital Technique befasst sich also in ihrem traditionellen Sinne hauptsächlich mit der Herstellung der Balance zwischen dem oberen und dem unteren Ende der Wirbelsäule. Das Konzept hinter dieser Idee ist nicht unähnlich der Craniosacralen Therapie (LINK) nach William Garner Sutherland (Osteopath). Es kann davon ausgegangen werden, dass sich DeJarnette und Sutherland entweder persönlich, zumindest jedoch die Arbeiten des anderen kannten und somit sich gegeseitig beeinflußt haben.
SOT steht für „Sacro-Occipital Technique“ und kommt aus dem englischen. „Sacro“ bedeutet übersetzt: „das Kreuzbein betreffend“. Das Kreuzbein ist die Basis der Wirbelsäule. (Nähere Informationen zur Wirbelsäule finden sie hier: LINK).
„Occipital“ bedeutet „das Hinterhauptsbein betreffend“. Das Hinterhauptsbein wird umgangssprachlich auch einfach Hinterkopf genannt.
Das Verhältnis dieser zwei Knochen zueinander und ihre gegenseitige Beeinflussung sind der Grund, warum eine gute Balance so wichtig für die normale Funktion der Wirbelsäule und des Gehirns scheint.
„Technique“ bedeutet „Technik“ und damit „die Aufgabe in einer wissenschaftlichen und schnellen Art und Weise erledigen“

Was ist SOT?

SOT (Kurzform für Sacro-Occipital Technique) wurde von Major Bertrand DeJarnette in den späten 1920er Jahren entwickelt. „Der Major“ hat seine Technik bis kurz vor seinem Tod 1992 ständig durch Forschung und Erfahrung weiterentwickelt. Sacro-Occipital Technique wird von vielen Chiropraktoren weltweit genutzt, mit dem Ziel, Schmerzen und Funktionalität zu verbessern. Behandelt werden können die Bereiche des Schädels, Kiefergelenke, Nacken, Rücken, Becken, sowie die Extremitäten (Fuß, Sprunggelenk, Knie, Hüfte, Hand, Handgelenk, Ellenbogen und Schulter), sowie in einigen Fällen auch die Organe.
Die vermutlich größte Entdeckung des Majors war die eines Kategorie-Systems, welche die Patienten in häufig auftretende Fehlhaltungsmuster einteilt.
Diese drei Kategorien haben jeweils eigene Indikatoren und spezifische Korrekturen. Eine Reihe von Vorher-/Nachher-Tests ermöglichst zu bestimmen, ob und welche Behandlung der Patient benötigt, sowie ob die Behandlung erfolgreich war.

Die Kategorien

Kategorie 1 beschäftigt sich hauptsächlich mit den atemabhängigen Bewegungen des Kreuzbeins und des Hinterhauptbeins. Diese ist hier gestört und führt zu einer gewissen Stasis der Zirkulation des Gehirn und Rückenmark umgebenden Gehirnflüssigkeit (Liquors).

Kategorie 2 beschreibt eine Überbeweglichkeit oder Instabilität des Kreuzdarmbeingelenkes (auch Ileo-sakral-Gelenk oder Sakro-Ileacal-Gelenk). Diese führt zu einer eingeschränkten funktionalen Kette zwischen dem Kreuzbein und der Beckenschaufel. Patienten der Kategorie 2 haben häufig muskuläre Einschränkungen des unteren Rückens, welche die Knie, Schultern, Nacken und Kiefergelenke beeinflussen können.

Kategorie 3 geht häufig einher mit heftigen Rückenschmerzen, Ischiasbeschwerden oder Bandscheibenvorfällen. Die Patienten stehen häufig in einer seitlichen Schonhaltung. Aufrecht stehen, Husten oder Niesen sind schmerzhaft. In extremen Fällen können Taubheit oder Muskelschwäche der Beine auftreten.

Die Sacro-Occipital Technique hat sehr spezifische und effektive Behandlungsmethoden, welche auf jeden individuellen Patienten zugeschnitten werden.

Unsere Chiropraktoren haben ihre SOT-Ausbildung bei der „Sacro-Occipital-Technique Organisation Europe“ (www.sotoeurope.org) absolviert.

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