Fußschmerzen

Schematische Darstellung von FußschmerzenFüße werden in der Regel erst als Problem wahrgenommen, wenn der Betroffene nicht mehr laufen kann. Dann zeigt sich, welche zentrale Bedeutung sie für das tagtägliche Leben und die Mobilität des Menschen spielen.
Fußschmerzen können mehrere Ursachen haben. So besteht jeder Fuß aus 26 Knochen, 33 Gelenken, 33 Muskeln, 19 Bändern, 114 Sehnen und ca. 200.000 Nervenenden – und jeder Mensch hat normalerweise 2 Füße. Fußschmerzen können also von vielen unterschiedlichen Strukturen kommen.

Woher können Fußschmerzen kommen?

Unterscheiden kann man Fußschmerzen nach ihrer Lokalisation, oder auch ihrer Herkunft.
So sind Fußschmerzen nach Verletzungen häufig auf Überdehnungen, Stauchung, Zerrung, Anrisse oder komplette Risse der Bänder und Gelenkkapseln zurückzuführen. Neben einer Entzündungsreaktion kommt es hier typischerweise auch zu muskulären Fehlhaltungen und Gelenkblockaden. Diese Blockaden können im ungünstigsten Fall durch Fehlinformationen und Fehlbelastungen Wiederverletzungen begünstigen, selbst wenn die Verletzungen sonst komplett abgeheilt sind.
Fußschmerzen bei Entzündungen können z.B. durch Arthritis, Rheuma oder Gicht hervorgerufen werden. Hier kann der Chiropraktor nicht das Grundproblem heilen, häufig führt jedoch eine Entlastung der umliegenden Strukturen nach Korrektur der Gelenke zu einer Schmerzlinderung. Ein häufig auftretender, entzündungsbedingter Fußschmerz ist der Fersensporn: durch chronische Überbelastung der Fußmuskulatur entsteht am Sehnenansatzpunkt der Plantarsehne eine Entzündung, nach und nach verknöchert die Sehne und man kann auf dem Röntgenbild oder im Ultraschall diesen „Sporn“ sehen. Einlagen mit Aussparungen im entsprechenden Bereich führen zu einer symptomatischen Linderung, es sollte aber auch die Frage nach der Ursache gestellt werden. Diese kann mangelnde Fußmuskulatur auf Grund falschen Schuhwerks oder chronische Fehlhaltungen auf Grund von Fußgelenksblockanden sein.
Fußfehlstellungen (Senkfuß, Knickfuß, Spreizfuß) können auch Fußschmerzen verursachen. Auch hier können Einlagen nur die Symptome korrigieren. Ein Training der Fußmuskulatur, anderes Schuhwerk und die Beseitigung von Gelenksblockaden kann aber auch der richtige Weg sein. Wichtig zu erwähnen ist, dass bei Kindern bestimmte Fuß-Fehlhaltungen völlig normal sind und eine Einlagentherapie vor dem 16. Lebensjahr gut begründet sein sollte.

Warum sind Füße so wichtig?

Foto einer Untersuchung bei FußschmerzenIm Normalfall bilden die Informationen aus den Füßen 70% der Informationen, welche das Gehirn benötigt um Bewegung zu initiieren. Die restlichen 30% kommen von den Augen, restlichen Muskeln und Gleichgewichtsorganen. Am Ende müssen durchschnittlich 175 cm und 75 kg auf 100cm² Fläche balanciert werden – Hufe könnten dies nicht leisten. Und bei Fußschmerzen gehen wir deshalb auch unweigerlich Schonhaltungen ein, um für die eingeschränkte Leistungsfähigkeit zu kompensieren. Diese Kompensations-/Schonhaltungen können dann zu Rückenschmerzen, Nackenschmerzen, chronischem Kopfschmerz und anderen Symptomen führen.
Wenn die schmerzfreie Beweglichkeit des Fußes nicht mehr gegeben ist, dann ist die Trainierbarkeit und weitere körperliche Entwicklung oder Rehabilitation eines Menschen stark eingeschränkt. Vorsorgeempfehlungen aller medizinischen Fachbereiche können ohne gesunde, belastbare Füße nicht mehr umgesetzt werden.
Auf Grund der Wichtigkeit für den gesamten Körper, wird sich der Chiropraktor bei jeder Untersuchung auch immer ihre Füße anschauen, nicht nur bei Fußschmerzen. Sie bilden auch bei unserer Haltungsanalyse ein zentrales Element, denn beim Gehen befindet sich das gesamt Körpergewicht jeweils auf einem Fuß.
Wenn es erstmal zu Fußschmerzen gekommen ist, sollten sie den Chiropraktoren als Fachmann für Bewegung und Muskelketten aufsuchen. Damit es aber erst gar nicht so weit kommt, sollten sie ihre Füße schützen:

Und was ist mit Schuhen?

Der 2010 veröffentlichte „Deutsche Fußreport“, eine Vermessung von 10.400 willkürlich ausgewählten Füßen, kommt zu folgenden Schlüssen:

  • Theoretisch kann ein Großteil der Deutschen passende Schuhe kaufen
  • 82% tragen aber nicht die richtigen Schuhe
    • 70% / 60% zu groß (Männer / Frauen)
    • 12% / 20% zu klein (Männer / Frauen)
  • Falsche Weite der Schuhe wird häufig durch andere Längen ausgeglichen, d.h. weil Größe 40 zu eng ist, wird Größe 41 getragen.

Beachten sie beim Kaufen von Schuhen also einfach folgende Grundsätze:

  • 1 cm “Abrollzugabe” für die Zehen lassen
  • Ballen und Ferse möglichst nah am Fuß ohne zu drücken
  • Abendschuhe abends kaufen
  • Ganztagsschuhe nachmittags kaufen

Bei Fragen zum Thema Füße und Schuhe, sprechen sie gerne ihren behandelnden Chiropraktoren an.

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