Knieschmerzen

Untersuchung eines KnieDas Knie ist das größte Gelenk im menschlichen Körper und sorgt für die Beweglichkeit zwischen Ober- und Unterschenkel. Das Kniegelenk ist ein sehr komplexes Gerüst, das aus drei Knochen sowie Seiten- und Kreuzbändern besteht. Aber die Größe schützt vor Schaden nicht. Übergewicht, Achsenfehlstellungen, bestimmte Zwangshaltungen, oder fehlerhafte Bewegungsabläufe auf hartem und unebenem Untergrund, üben starken Druck auf die Kniegelenke aus. Als Folge wird das Gelenk schlechter durchblutet, was letztendlich zu Verschleiß und Schmerz führt.

Auch Bewegungseinschränkungen oder Verstauchungen im Sprung- oder Hüftgelenksbereich sorgen für Schmerzen im Knie.

Der Chiropraktor erkennt den Zusammenhang von Knieschmerzen, die sich von Unfällen, Verletzungen oder Verschleiß als Fehlbelastung zeigen, durch die Analyse der Bewegungskette.Er korrigiert das entsprechende Gelenk durch gezielte chiropraktische Handgriffe und kann somit eine bessere Beweglichkeit mit einem größeren Funktionsradius und weniger Schmerz erreichen.

Auch Kieferprobleme können zu Schmerzen im Knie führen, da unser Kausystem über Muskeln und Nerven eng mit Kopf, Wirbelsäule, Gehirn und weiteren Organen verknüpft ist. All diese Teile des Stütz- und Bewegungsapparates beeinflussen sich gegenseitig. Treffen Ober- und Unterkiefer beispielsweise nicht in der richtigen Position aufeinander, kann sich der Unterkiefer in eine neue Position verschieben um eben diese Fehlstellung auszugleichen. Dadurch entsteht Druck auf umliegende Muskeln, welche unnatürlich stark beansprucht und belastet werden. Als Folge entstehen Schmerzen im Kausystem, die auch als Craniomandibuläre Dysfunktion (kurz: CMD) bezeichnet werden.

Aber nicht nur durch Kiefergelenksprobleme können Schmerzen in den Bereichen der Knie auftreten, sondern auch anders herum. Schmerzen im Stütz- und Bewegungsapparat können sich auf das Kausystem auswirken
Da der Chiropraktor den Menschen ganzheitlich betrachtet, wird er solche Dysfunktionen erkennen und die geeignete Therapie einleiten.

Bezüglich der Empfehlungen für die Behandlung von Kniebeschwerden ist gerade Bewegung bei den medizinischen Veröffentlichungen. Zum einen sagt das British Medical Journal (BMJ):
„Wir empfehlen GEGEN eine arthroskopische Operation bei Patienten mit degenerativen Knieerkrankungen.“
Einbezogen werden hier:

  • bildgebender (Röntgen, MRT) Arthrosenachweis, mittel bis stark
  • mechanische Symptome wie klicken, knacken, hängen bleiben
  • akutes Auftreten von Kniebeschwerden
  • Meniskusrisse

Das BMJ ist kein kleines, unbedeutendes Journal. Und mit diesen Einschlusskriterien bleibt wohl nur noch ein Knochenbruch als OP-Indikation übrig.
Was also sonst tun? Kortison?
Gemäß einer im Journal der American Medical Association veröffentlichten Studie, ist der Knorpelverlust bei 1/4 jährlichen Kortisoninjektionen doppelt so hoch wie bei der Kontrollgruppe, die Wasserinjektionen bekam.
Zudem gab es keinen Unterschied bezüglich der angegebenen Schmerzen zwischen den Gruppen.
Hyaluronsäue?
Die letzte gute Zusammenfassung (Cochrane Library) stammt leider von 2006, kommt aber zu dem gleichen Schluss wie eine Vorveröffentlichte Studie aus „Joint Bone Spine“ (Joint Bone Spine. 2017 May 8. pii: S1297-319X(17)30087-8. doi: 10.1016/j.jbspin.2017.05.002. [Epub ahead of print]):
Ja, Hyaluronsäure hat einen Platz im multimodalen Management von Kniearthrose.

Was heißt das? Dass Sie zur umfassenden Versorgung auch mal den Chiropraktoren ihres Vertrauens schauen lassen sollten. Das Knie alleine ist aus unserer Erfahrung nämlich selten das alleinige Problem. Vielmehr müssen auch Fußgelenke und Hüften gut funktionieren, um den Stress auf dem Knie möglichst gering zu halten.
Und wie sieht es mit den Muskeln aus? Sicher müssen diese gezielt gestärkt werden – aber verhindert z.B. eine Lendenwirbelsäulenblockade eine vernünftige neurologische Vernetzung und Ansteuerung? Ihr Chiropraktor kann es herausfinden.

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