Migräne

Stilisierte Darstellung von MigräneIn Deutschland leidet schätzungsweise jeder Zehnte, d.h. ca. acht Millionen Menschen an Migräne, wobei Frauen häufiger betroffen sind als Männer.

Migräne ist eine unberechenbare Erkrankung, da sie in unregelmäßigen Abständen auftritt. Ein wesentliches Erkennungsmerkmal ist, dass der Kopfschmerz anfallsartig und pulsierend auftritt, wobei er durch Bewegung und körperliche Betätigung verstärkt werden kann. Typische Begleiterscheinungen sind zudem Übelkeit, Erbrechen, sowie Licht- und Geräuschempfindlichkeit. Eine solche Attacke kann in verschiedenen Abständen auftreten und zwischen vier und 72 Stunden andauern.

Arten der Migräne

Prinzipiell wird zwischen zwei Arten unterschieden: zum einen die Migräne mit Aura und zum anderen Migräne ohne Aura.
Am häufigsten tritt die Migräne ohne Aura auf. In 80% aller Fälle ist sie für den Kopfschmerz verantwortlich. Bei einer Migräne mit Aura treten bestimmte Symptome als Vorboten auf, wie zum Beispiel Sehstörungen, Kribbelgefühl, Lähmungen oder Schwindel. In der Regel halten diese Symptome zwischen fünf und zwanzig Minuten an und verschwinden in weniger als einer Stunde. Anschließend folgen die Kopfschmerzen. Beiden Arten ist gemein, dass sie häufig zusammen mit oder nach einem Spannungskopfschmerz auftreten.

Wie entsteht der Migräneschmerz?

Obwohl Migräne eine häufig auftretende Erkrankung ist, sind die Entstehungsursachen relativ unklar. Bislang wird davon ausgegangen, dass bei einem Migräneanfall der Gehirnstoffwechsel gestört ist. Die Regulation von Botenstoffen, wie beispielsweise Serotonin und Noradrenalin, die unter anderem für die Schmerzempfindlichkeit der Blutgefäße verantwortlich sind, geraten aus dem Gleichgewicht. Zudem wird vermutet, dass die kleinen Blutgefäße des Gehirns, auch Arteriolen genannt, entzündlich verändert sind. Hinzu kommt eine fehlende Schmerzhemmung im Hirnstamm, der die typischen Kopfschmerzen nicht unterdrückt. Eine andere Theorie ist eine Mangeldurchblutung auf Grund von Weitstellung der Arteriolen und reflexartigem, sprunghaftem Blutdruckanstieg.

Welche Faktoren begünstigen die Entstehung von Migräne?

Fest steht, dass die auslösenden Faktoren, auch Trigger genannt, von Mensch zu Mensch unterschiedlich sind. Zu den bekanntesten Auslösern zählen Stress, Schlafmangel, Umweltfaktoren und hormonelle Faktoren bei Frauen. Wissenschaftler vermuten als eine weitere Ursache, einen gestörten Serotonin-Haushalt im Gehirn.
Oftmals liegt die Ursache der Schmerzen in mechanischer Natur. Zum Beispiel ein Beckenschiefstand, der sich auf die gesamte Skelettstruktur auswirkt, kann Schuld an diesen Schmerzen sein. Auch können Fehlstellungen am ersten und zweiten Halswirbel auftreten, die häufig durch Haltungsfehler oder falsche Bewegungsabläufe, beispielsweise am Arbeitsplatz hervorgerufen werden. Gerade Verschiebungen an der oberen Halswirbelsäule sind Gründe für eine veränderte Blutversorgung des Gehirns. Da eine Arterie direkt durch die Seitenfortsätze der Halswirbel verläuft und für einen Teil der Blutversorgung des Gehirns zuständig ist. Eine Mangelversorgung an dieser Stelle kann zu Spannungskopfschmerzen bis hin zu einer Migräne führen. Wenn die betroffenen Personen dann auch noch unter Stress stehen, verspannt sich die Muskulatur und zieht zusätzlich an den bereits verschobenen Wirbeln, welches dann eine Blockade nach sich zieht.
Zudem können verschobene Wirbel wiederum Druck auf die Nerven umgebenden Strukturen, wie Faszien und Lymphgefäße ausüben. Als Folge entstehen Kopf-schmerzen, Schwindelgefühle oder Sehstörungen.

Ihr Chiropraktor kann Abhilfe schaffen

Der Chiropraktor betrachtet den Patienten immer als Ganzes. Es wird sich also nie auf eine bestimmte Körperregion beschränkt, sondern das Zusammenspiel aller Körperteile betrachtet, welches das Funktionieren des Ganzen erst ermöglicht.
Es wird zunächst untersucht, ob es einen Zusammenhang zwischen dem Kopfschmerz und dem Funktionszustand der Gelenke, Muskeln und Nerven gibt. Sofern der Schmerz tatsächlich physisch bedingt ist, kann in einer Behandlung die Fehlstellung/Blockade korrigiert bzw. die Beweglichkeit wieder hergestellt werden, sodass die Schmerzen, Verkrampfungen und Nervenreizungen gelindert oder beseitigt werden. Wird dieser gelindert, tritt die Migräne oftmals weniger häufig, weniger stark und weniger lange auf.

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